die tour ins wochenende

ich nehm’s gleich mal vorweg: das geplante tagesziel, astoria (oregon), ist erreicht.

mein frühstück heute morgen kurz nach 9 in port angeles war deutlich gediegener als gestern noch. ein glas o-saft und zwei getoastete bagel. ein bisschen gelee und marmelade obendrauf und der tag konnte beginnen. um 10 hab ich mich dann auf die socken gemacht.

wie erwartet bin ich dem verlauf der route 101 unablässig gefolgt. erster zwischenstop für ein paar fotos war am lake crescent, ein dem namen nach mondsichelförmiger, ziemlich grosser, malerisch von bergen umgebener see, am nördlichen ende des olympic national park; nur knapp 15km ausserhalb von port angeles. der hat mich ein bisschen an die seen im berner oberland erinnert.

danach ging’s meilenweit nur durch den wald, bis ich schlagartig rechts von mir etwas wasser sah. erst war ich mir nicht ganz klar, um welches feuchte nass es sich da handelt. bis sich herausstellte, dass ich so ganz ohne vorwarnung am pazifik angekommen war. und gleich häuften sich am strassenrand die wegweiser für die evakuierungsroute im falle eines tsunami (einfach landeinwärts, natürlich). da hat sich jemand gedanken gemacht.

lange hält es der 101 hier aber nicht an der küste aus. und somit bin ich heute die meiste zeit durch die wälder gegondelt. dank tempomat war das eine sehr gemütliche angelegenheit. einfach bei der erreichten höchstgeschwindigkeit einschalten und die beine hochlegen, am besten gleich aufs armaturenbrett oder aus dem fenster. mit einer kleinen fingerbewegung lassen sich die ganzen anderthalb tonnen stahl und blech beschleunigen oder abbremsen; man muss nicht mal die füsse runternehmen. nur lenken muss man noch von hand.

ich bin erstaunt über den extrem guten zustand der strassen hier. es gibt im schnitt ein schlagloch auf 10km und dann ist das auch nur ein kleines. hunderte von kilometern herrlichster asphalt, wie aus einem guss.

die einfahrt nach astoria war göttlich. eine knapp 6km lange brücke erstreckt sich über die mündung des columbia river in den pazifik. an einem ende der brücke liegt washington state und an dem anderen oregon. mitten auf der brücke baumelte ein schild: “now entering oregon.” mehr haben die leute von der verkehrsbehörde dazu nicht zu sagen.

astoria selber ist eine recht unspektakuläre küstenstadt. hier scheint man hauptsächlich vom fisch- und krabbenfang zu leben. in jedem restaurant gibts irgendwas meeresfruchtiges zu essen.

die motelsuche hat sich heute als unnötig kompliziert herausgestellt. ich hab ewig nach der richtigen unterkunft gesucht, bis ich dann doch wieder in der erstbesten absteige gelandet bin. das hätte locker ne stunde schneller gehen können. da die tagestour an sich schon relativ lang war (ca 6 stunden inkl zwischenstops), bin ich dann erst um 5 ins zimmer. dann war ein bisschen spazieren über die hafenpromenade angesagt und essen beim mexikaner.

wie so oft haben die mich bei meiner bierbestellung nach dem ausweis gefragt. allerdings war die bedienung mit schweizer führerscheinen und halbtaxabos nicht so kundig, noch dazu mit 10 jahre alten fotos von mir. mein pass war dummerweise im motelzimmer. aber es hat dann doch noch geklappt.

morgen geht’s dann weiter entlang der küste von oregon. von jetzt an sind etwa 90% der strecke direkt an der küste. schluss mit den waldbesichtigungen! ich werde wahrscheinlich gleich morgen noch die geplante strecke vom montag fahren. dann hab ich schon mal einen tag aufgeholt und die zusatztour zum grand canyon wird somit greifbarer.

zu guter letzt gibt’s noch ein kleines gimmick, das ich jetzt jeden tag einfügen werde; einfach weil es sinnlos ist…

ipod stats:
gefahrene meilen (etappen 1 und 2 zusammen): ca 430 (ca 690km)
gehörte songs im shuffle modus: 123
songs pro 10 meilen: 2.86
songs pro 10 kilometer: 1.78

und hier noch die links zu allen fotos, die ich bis jetzt geschossen hab…

lake crescent

ein bisschen “on the road” (video. klicken.)

ohje

heute mal nicht so pazifisch

video davon (klicken)

die brücke über den columbia river

vier amerikanische stereotypen auf einen blick: hippie-käfer, muscle car, suv und pick-up

also bis morgen…

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