Ein ruhiger Tag

fotos des tages

heute war trotz san francisco nicht viel los. am vormittag im hotel wäsche gewaschen (sehr praktisch) und dann rauf auf einen dieser doppelstöckigen, offenen busse, die durch die ganze stadt fahren und einem per audioaufzeichnung alles mögliche erzählen. sehr touristisch, das ganze.

das wetter war heute eher wechselhaft. in der stadt selber war es noch recht angenehm, aber am eingang zur san francisco bay, dort wo die golden gate bridge gespannt ist, war ziemlich dicker nebel und noch dazu viel wind. zweimal im offenen bus über die brücke fahren, war einmal zu viel…

dazu kommt noch, dass ich nicht mal gute fotos von der golden gate machen konnte, da sie eben ordentlich eingehüllt war. wäre ich doch gestern nur noch die zusätzlichen 10km gelaufen, denn da war das wetter super. hoffentlich sieht es morgen früh anders aus, wenn ich weiterfahre. dann gibt’s noch mal nen fototermin.

ausser der zweieinhalbstündigen bustour stand heute nicht viel auf dem programm. als souvenir hab ich mir eine flasche von der san francisco limited edition von absolut vodka besorgt. sieht einfach schön aus. ich musste wieder einmal den ausweis zücken…

am abend war standup comedy am fisherman’s wharf angesagt. war ganz in ordnung, aber nichts weltbewegendes. es war eben nur competition night von newcomern. vielleicht kann ich in l.a. ja was besseres erwischen.

morgen geht’s so früh wie möglich wieder auf die strasse. laut google maps sind es entlang des highway 1 etwa 450 meilen (720km) bis los angeles. wird wahrscheinlich keine eintages-, sondern eher eine zweitagestour. aber wer weiss. wäre schon praktisch, wenn ich morgen dort bin. dann klappt’s sicher auch mit dem grand canyon. das ist nämlich nochmal mindestens ein dreitageausflug.

we’ll see…

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Deutsche Invasion in SF

fotos des tages

ipod shuffle index

  • keiner, bin ja nicht gefahren

heute war mal eine erkundungstour angesagt. bin früh aufgestanden und gleich raus auf die strasse. zu der zeit war gerade wenig los, weil die arbeitenden massen schon im büro waren und die nicht arbeitenden noch im bett lagen.

kurzum, ich bin durch die ganze stadt gestiefelt. von den piers im osten bis zum pazifikstrand im westen. alles in allem habe ich etwa 17 meilen (ca 27km) asphalt mit meinen gummisohlen festgetrampelt. so viele kilometer habe ich das ganze jahr durch noch nicht zusammengelaufen. mir tut alles weh, ich bin müde und will mich nur noch ausruhen.

erstaunlich ist, wie viele deutsche sich hier rumtreiben. 90% aller nichtenglischsprachigen, die heute in meiner hörweite waren, waren germanen, ca. 5% waren schweizer und der rest war anderer herkunft. an jeder zweiten strassenecke hab ich die angetroffen, sogar im bus. fehlte nur noch, dass sie mit ihren handtüchern die liegen am strand reservieren. einer von ihnen meinte, das liegt am euro-dollar-wechselkurs. naja…

morgen werde ich wahrscheinlich meine füsse schonen und mir einen tagespass für die sightseeingbusse besorgen. mit denen kann man an alle wichtigen stationen fahren und auch überall aussteigen. die golden gate bridge hab ich heute zum beispiel nur aus der ferne gesehen.

redwoods im hof der transamerica pyramid — die höchsten bäume vereint mit dem höchsten gebäude san franciscos
transam

multitasking
shoes

die berühmten serpentinen der lombard street, zwischen hyde und leavenworth
lombard

If you’re going… to San Francisco

be sure to wear… some flowers in your hair.

also wenn’s nach scott mckenzie ginge, hätte ich auf ganzer linie versagt. erstens habe ich keine blumen dabei, zweitens keine haare, in die ich selbige stecken könnte und drittens bin ich nicht gegangen, sondern gefahren.

fotos des tages

ipod shuffle index

  • distanz: 340mi / 547km
  • gehörte songs (trip / total): 132 / 409
  • songs pro 10mi / 10km: 3.88 / 2.41

die ganze tour heute hat mit diversen zwischenstopps knapp 10.5 bis 11 stunden gedauert. etwa halb 10 ging’s in trinidad los; die karre nochmal vollgetankt und ab auf den 101.

der weg führte unter anderem durch den gigantischen humboldt redwoods state park, den flächenmässig grössten redwood-wald überhaupt. dort bin ich zum ersten mal auf meiner reise vom 101 runter und stattdessen über die sogenannte “avenue of the giants” gefahren, eine strasse mitten durch diesen wald, an der man alle paar kilometer aussteigen und ins dickicht stapfen kann. diese alten, holzigen riesen mit ihren 100 metern höhe und über 1000 jahren auf dem buckel sind schon sehr beeindruckend.

danach ging’s nur noch kurz über den 101 bis ich dann auf die california state route 1 (alias highway 1) abgebogen bin. der 101 hätte mich auch ans ziel gebracht, aber bei weitem nicht mit so malerischen bildern. der highway 1 führt nämlich direkt an der küste entlang. bis man allerdings erst einmal an der küste ist, muss man ordentlich die kalifornischen berge rauf und runter fahren. diese route kann es locker mit jedem alpenpass aufnehmen. ein wahrer spass für leute, die gern schnell durch enge kurven fahren. (-;

auf dem 1 kommt man allerdings nur noch schleppend voran, da es eben sehr kurvig ist und die meisten doch recht vorsichtig fahren. als ob das nicht schon reicht, stand plötzlich ein auto der highway patrol direkt vor mir und hielt mich an. es war aber glücklicherweise keine kontrolle, sondern nur eine 10-minütige absperrung eines kleinen abschnitts für irgendwelche dreharbeiten. das sah nach einem recht professionellen film aus. bin mal gespannt, in welchem streifen nächstes jahr der highway 1 zu sehen ist.

ich war schon fast am verzweifeln, dass der trip heute so lange dauert, als auf einmal ganz unverhofft san francisco hinter einer kurve auftaucht — zwei tage früher als geplant. der anblick allein war entschädigung genug. die sonne war über dem pazifik kurz vorm untergehen und ich dachte, vielleicht schaff ich’s ja pünktlich zum sonnenuntergang auf die golden gate bridge. aber es war dann doch noch ein rechtes stück zu fahren. wäre auch zu schön gewesen.

wenn man im dunkeln über die brücke fährt, kriegt man kaum etwas davon mit, ausser, dass man beim runterfahren 6 dollar zahlen muss. brückengebühr halt. aber sie kassieren es eben erst, wenn man schon drüber gefahren ist. clever, diese franziskaner.

heute gab es auch die erste richtige prüfung für die google maps navigation auf dem tab und sie hat es mit bravour bestanden, inklusive neuberechnung der route, als ich die ausfahrt verpasst hatte. ohne das teil würde ich wahrscheinlich jetzt noch durch die stadt gondeln.

ich wurde direkt bis vor’s hotel geleitet, über ein halbes dutzend der berühmten steilen strassenkreuzungen; recht beängstigend, das ganze. letzendlich bin ich im san remo hotel untergekommen. ein kleines, ziemlich retro gehaltenes hotel mitten in downtown, nur etwa 4 blocks vom berühmten fisherman’s wharf. und das ganze für nur knappe 65 dollar pro nacht. wahrscheinlich werde ich drei nächte hier bleiben. das heisst, zwei volle tage san francisco geniessen, bevor es am freitag vormittag weiter richtung süden geht.

ich bin mal gespannt, was die stadt so zu bieten hat.

ein rechter brocken
redwood

leuchtturm von point arena
point arena lighthouse

san francisco auf den hügeln
san fran

Karibik in Kalifornien

fotos des tages

ipod shuffle index

  • distanz: 170mi / 274km
  • gehörte songs (trip / total): 61 / 277
  • songs pro 10mi / 10km: 3.58 / 2.23

heute bin ich nach etwa vier stunden gemütlicher fahrt durch redwood-wälder und an der pazifikküste entlang urplötzlich in trinidad gelandet. trinidad, kalifornien, wohlgemerkt — ein kleines 300-seelen dörfchen direkt an der küste. hier gibt’s nicht wirklich viel zu sehen, ausser viele bäume und enorm viel salzwasser. sonst recht unspektakulär. nach zwei stunden hatte ich alles gesehen.

reichlich unangemeldet kam auch die grenze zu kalifornien. was in anderen ländern ein zoll ist, war hier eine kontrolle für lebensmittel von bauernhöfen etc. damit ja keine schädlinge über die bundesstaatengrenze kommen. besonders gründlich waren sie allerdings nicht. kurz gefragt, ob ich was dabei hab und nicht mal nachgeschaut.

morgen steht dann eine längere tour auf dem programm, mit einem der hauptziele dieser reise: san francisco. dort werde ich es sicher mehr als nur einen tag aushalten…

Tag am Meer

fotos des tages

ipod shuffle index

  • distanz: 255mi / 410km
  • gehörte songs (trip/total): 93 / 216
  • songs pro 10mi / 10km: 3.65 / 2.27

also gestern bin ich etwas früher los, weil ich nicht erst wieder um 5 im motel sein wollte und dann gar nichts von der stadt hab, in der ich gelandet bin.

zum frühstück gab’s für mich nen chocolate muffin und für mein auto ne volla ladung benzin. lächerlich günstig noch dazu: 12.75 gallonen (48.25 liter) für 50 dollar (37 euro), macht knapp 77 euro cent pro liter.

der 101 führte etwa die hälfte der strecke durch die wälder und über die hügel, die an oregons küste liegen und die andere hälfte direkt an der küste entlang. nach knapp 6 stunden habe ich dann in bandon halt gemacht (etwa 100km vor der kalifornischen grenze) und mir ein kleines aber feines motelzimmer mit meerblick ergattert. den rest der sonnenstunden war ich dann am strand spazieren. das wasser war ziemlich kalt, der wind pfiff und der pazifik war auch recht aktiv.

als krönenden abschluss des tages gab es ein herrliches 350g-steak und das wahrscheinlich beste dessert, das ich in den letzten 28 jahren gegessen habe.

heutiges ziel: irgendwo in kalifornien.

die tour ins wochenende

ich nehm’s gleich mal vorweg: das geplante tagesziel, astoria (oregon), ist erreicht.

mein frühstück heute morgen kurz nach 9 in port angeles war deutlich gediegener als gestern noch. ein glas o-saft und zwei getoastete bagel. ein bisschen gelee und marmelade obendrauf und der tag konnte beginnen. um 10 hab ich mich dann auf die socken gemacht.

wie erwartet bin ich dem verlauf der route 101 unablässig gefolgt. erster zwischenstop für ein paar fotos war am lake crescent, ein dem namen nach mondsichelförmiger, ziemlich grosser, malerisch von bergen umgebener see, am nördlichen ende des olympic national park; nur knapp 15km ausserhalb von port angeles. der hat mich ein bisschen an die seen im berner oberland erinnert.

danach ging’s meilenweit nur durch den wald, bis ich schlagartig rechts von mir etwas wasser sah. erst war ich mir nicht ganz klar, um welches feuchte nass es sich da handelt. bis sich herausstellte, dass ich so ganz ohne vorwarnung am pazifik angekommen war. und gleich häuften sich am strassenrand die wegweiser für die evakuierungsroute im falle eines tsunami (einfach landeinwärts, natürlich). da hat sich jemand gedanken gemacht.

lange hält es der 101 hier aber nicht an der küste aus. und somit bin ich heute die meiste zeit durch die wälder gegondelt. dank tempomat war das eine sehr gemütliche angelegenheit. einfach bei der erreichten höchstgeschwindigkeit einschalten und die beine hochlegen, am besten gleich aufs armaturenbrett oder aus dem fenster. mit einer kleinen fingerbewegung lassen sich die ganzen anderthalb tonnen stahl und blech beschleunigen oder abbremsen; man muss nicht mal die füsse runternehmen. nur lenken muss man noch von hand.

ich bin erstaunt über den extrem guten zustand der strassen hier. es gibt im schnitt ein schlagloch auf 10km und dann ist das auch nur ein kleines. hunderte von kilometern herrlichster asphalt, wie aus einem guss.

die einfahrt nach astoria war göttlich. eine knapp 6km lange brücke erstreckt sich über die mündung des columbia river in den pazifik. an einem ende der brücke liegt washington state und an dem anderen oregon. mitten auf der brücke baumelte ein schild: “now entering oregon.” mehr haben die leute von der verkehrsbehörde dazu nicht zu sagen.

astoria selber ist eine recht unspektakuläre küstenstadt. hier scheint man hauptsächlich vom fisch- und krabbenfang zu leben. in jedem restaurant gibts irgendwas meeresfruchtiges zu essen.

die motelsuche hat sich heute als unnötig kompliziert herausgestellt. ich hab ewig nach der richtigen unterkunft gesucht, bis ich dann doch wieder in der erstbesten absteige gelandet bin. das hätte locker ne stunde schneller gehen können. da die tagestour an sich schon relativ lang war (ca 6 stunden inkl zwischenstops), bin ich dann erst um 5 ins zimmer. dann war ein bisschen spazieren über die hafenpromenade angesagt und essen beim mexikaner.

wie so oft haben die mich bei meiner bierbestellung nach dem ausweis gefragt. allerdings war die bedienung mit schweizer führerscheinen und halbtaxabos nicht so kundig, noch dazu mit 10 jahre alten fotos von mir. mein pass war dummerweise im motelzimmer. aber es hat dann doch noch geklappt.

morgen geht’s dann weiter entlang der küste von oregon. von jetzt an sind etwa 90% der strecke direkt an der küste. schluss mit den waldbesichtigungen! ich werde wahrscheinlich gleich morgen noch die geplante strecke vom montag fahren. dann hab ich schon mal einen tag aufgeholt und die zusatztour zum grand canyon wird somit greifbarer.

zu guter letzt gibt’s noch ein kleines gimmick, das ich jetzt jeden tag einfügen werde; einfach weil es sinnlos ist…

ipod stats:
gefahrene meilen (etappen 1 und 2 zusammen): ca 430 (ca 690km)
gehörte songs im shuffle modus: 123
songs pro 10 meilen: 2.86
songs pro 10 kilometer: 1.78

und hier noch die links zu allen fotos, die ich bis jetzt geschossen hab…

lake crescent

ein bisschen “on the road” (video. klicken.)

ohje

heute mal nicht so pazifisch

video davon (klicken)

die brücke über den columbia river

vier amerikanische stereotypen auf einen blick: hippie-käfer, muscle car, suv und pick-up

also bis morgen…

morning has broken…

… wie cat stevens einst sang.

es ist viertel nach 8 und ich bin schon wieder munter. wecker war auf 8:00 gestellt und wie von zauberhand mach ich um 7:54 bereits die augen auf. kein jetlag, wohlgemerkt, sondern reine aufregung. ich will unbedingt weiter, denn die fähren tuten, die sonne scheint und der nebel ist dick, hier am nordpolarmeer.

ich muss nur irgendeinen schuppen mit frühstück finden, bei dem ich nicht wieder 3000 kalorien in mich reinstopfen muss, um satt zu werden. eine ladung wie gestern im denny’s vertrag ich nur jeden zweiten tag…

bis später. mal sehen, was der tag so bringt. es geht von port angeles der route 101 entlang, über forks im westen der halbinsel, wahrscheinlich (!) nach astoria. somit bin ich um den ganzen olympic national park & national forest herum- statt hindurchgefahren. die bäume und grizzlies dürfen mir später danken.